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vom 2. Januar 2020
bis 12. März 2020 inklusive.

GESCHICHTE DES GEBÄUDES

La Vague de Saint Paul wurde ursprünglich Ende der 1970er-Jahre nach einem Entwurf des französischen Architekten André Minangoy erbaut. Bekanntheit erlangte André Minangoy vor allem mit der legendären «Marina Baie des Anges» in Villeneuve Loubet und dem Hotel Vista Palace in Roquebrune Cap Martin.

Allen Projekten gemein ist die Verwendung von Beton, dem gewagte Kurven eine neue Leichtigkeit verleihen.

Von den 1970er-Jahren bis in die 2000er-Jahre hinein nutzte der international tätige amerikanische IT-Konzern Unisys das Gebäude als Repräsentanz und internationales Kongresszentrum. Bis zum Verkauf 2011 veranstaltete das Unternehmen in dem Gebäude Seminare, Schulungen und Konferenzen und nutzte es als Gästehaus für Kunden und Mitarbeiter.

Nach dem Besitzerwechsel wurde das Gebäude im Frühjahr 2012 unter Leitung des Schweizer Architekten Maurus Frei umfassend renoviert. Die Phoenix Hotel Management Company, ein auf das Management von Boutique-Hotels spezialisiertes Unternehmen, beriet das Zürcher Architekturbüro dabei.

Der auf die handwerkliche Verarbeitung von Holz spezialisierte portugiesische Designer Leite De Castro entwarf und fertigte die Einrichtung. Sämtliche Materialien und technischen Anlagen wurden unter Berücksichtigung ihrer Umweltverträglichkeit ausgewählt, um eine zeitgemässe Renovierung zu gewährleisten.

Die öffentlichen Bereiche (Lobby, Lounge, Bar und Rezeption) sind hell und weitläufig, die Einrichtung mit ihren Kontrasten aus warmen und kalten Farben und Materialien ist zeitgemäss.

DER ARCHITEKT ANDRÉ MINANGOY UND SEINE WEGWEISENDEN BAUTEN

Die Bauten des französischen Architekten André Minangoy (1905–1985) entstanden überwiegend an der Côte d’Azur.

Als sein bekanntestes Werk gilt heute die «Marina Baie des Anges» in Villeneuve Loubet, zwischen Nizza und Antibes.

Einen ersten Entwurf der neuartig gekrümmten Gebäude hat sich der Architekt der Überlieferung zufolge als Skizze in die Hand gemalt. Der Komplex umfasst 1300 Wohnungen, verteilt auf vier grosse, bis zu 70 m hohe Segel aus Beton, und einen Jachthafen. Realisiert wurde das Projekt vom Bauträger Jean Marchand. Die Arbeiten begannen 1968 und sollten 25 Jahre dauern. André Minangoy erlebte ihre Fertigstellung damit nicht. Den zahlreichen Kritikern seiner neuartigen Gebäude entgegnete der Architekt: «In Relation zum Meer ist nichts monströs.»

Heute gehören zu der 16 ha grossen Anlage der Marina Baie des Anges ein Jachthafen mit 530 Liegeplätzen an Stegen und Pontons für Boote von 6 m bis 35 m Länge, ein Einkaufszentrum und vier segelförmige Gebäude, die als Inspiration für das Olympiadorf in Montreal 1976 und für das Hotel Jumeirah Beach in Dubai 1997 dienten. Im Jahr 2000 wurde das bekannteste Appartementhaus der Côte d’Azur als «kulturelles Erbe des 20. Jahrhunderts» eingestuft. Die grösseren Appartements in den oberen Etagen erzielen heute Quadratmeterpreise von rund 11 000 Euro.

MAURUS FREI, ARCHITEKT FÛR DIE RENOVIERUNG DER VAGUE

Bei unserer Ankunft fanden wir ein seelenloses Gebäude vor, inmitten überhandnehmender Vegetation. Wir befassten uns zuerst mit der Geschichte des Gebäudes und mit dem Werk seines Architekten, André Minangoy, das zahlreiche für seine Zeit sehr avantgardistische Projekte umfasst. Wir stellten fest, dass das Gebäude sehr gut konzipiert und perfekt in die umgebende Natur eingepasst war. Wir brauchten das Gebäude nur aus dem Schlaf zu wecken. Der Wiederaufbau erfolgte ausgehend von der ursprünglichen Struktur, die wir vereinfachten, um die Einheit von Innen und Aussen wiederherzustellen und den Garten in das Gesamtkonzept einzubinden. Im Inneren wurde Raum geschaffen für das Herzstück des Hotels, den Empfang, die Bar und das Restaurant, mit der darauf abgestimmten Einrichtung.

So entstand das heutige Hotel La Vague de Saint Paul, ein Ort, an dem das Innen und Aussen harmonieren und das seine Seele wiedergefunden hat.

DIE FONDATION MAEGHT, EIN MEISTERWERK DER AVANTGARDE

Das Hotel La Vague de Saint Paul ist seit seiner Eröffnung 2013 Partner der Fondation Maeght, der renommierten Ausstellungsstätte für zeitgenössische Kunst im nahegelegenen Saint-Paulde- Vence. Wie die Marina Baie des Anges André Minangoy zu La Vague de Saint Paul inspirierte, so ging auch die Fondation Maeght aus der Vision eines wichtigen avantgardistischen Architekten hervor: Josep Lluís Sert. Gemeinsam mit Aimé Maeght, dem visionären Galeristen und Verleger von Miró, wollte er eine erste private, heute als gemeinnützig anerkannte Kunststiftung realisieren, die der bildenden Kunst in Europa dient. Dort wollten Marguerite und Aimé Maeght moderne und zeitgenössische Kunst in allen ihren Ausprägungen zeigen und ihren Künstlerfreunden einen Raum bieten, an dem sie arbeiten und sich austauschen können.

Im permanenten Austausch von Sert, Miró und Maeght entstand schliesslich ein mediterranes und humanistisches Dorf: mit einem Skulpturengarten als Eingang, einem Platz, auf dem man sich versammeln kann (der Cour Giacometti), Gebäuden, die um Innenhöfe angeordnet sind, einer Kapelle mit Turm, der «salle de la Mairie», einer Werkstatt und Unterkünften. Bei einer überdachten Fläche von nur 850 m² entstand eine einzigartige Fülle an Flächen, Innen- und Aussenräumen, die variabel nutzbar sind.

Die Architektur eröffnet unzählige Wege, lässt Raum zum Atmen, schafft ein Ganzes, das uneinheitlich ist und doch homogen. Zahllose Durchgänge, Stufen und Räume, die lose Folge von drinnen und draussen, das omnipräsente und sich fortwährend wandelnde Sonnenlicht – all dies entführt den Besucher aus seinem gewohnten Sehen und Sein.

Die Fondation Maeght ist ein einzigartiger und zeitloser Ort, der den Besucher einlädt, sich der Bewunderung hinzugeben – für die ausgestellte Kunst wie für die allgegenwärtige Natur.

Entdecken Sie die Website der Fondation Maeght.

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